HerzensDoula

Zur Ent- Bindung ins Krankenhaus- eine Wohlfühlentscheidung?!

KRANKENHAUSENTBINDUNG- EINE WOHLFÜHLENTSCHEIDUNG?!

Immer wieder werde ich mit Sätzen konfrontiert, wie „Die Frau fühlt sich aber im Krankenhaus wohl (…)“ oder „Eine Geburt im Krankenhaus kann es genau so stimmig und schön sein, wie eine Geburt zu Hause.“

Und immer noch widerspreche ich aus vollem Herzen.

Ich persönlich stelle mir die Frage, WARUM manch gesunde Frau, welche GUTER HOFFNUNG ist, sich in einem defizitär denkenden und in Kategorien aufteilenden medizinischen System wohl fühlt. Für mich ist bereits das der Ansatzpunkt weit VOR Schwangerschaft, da offensichtlich hier bereits etwas schief gelaufen ist. Dabei hat es in meiner Wahrnehmung damit zu tun, dass fälschlicherweise angenommen wird, Schwangerschaft und Geburt seien von Natur aus mit Pathologien behaftet, die nur durch Überwachung und Diagnoseverfahren zu umgehen seien. Die eigene Verantwortung und – vor allem das eigene Gefühl – spielt doch bei den meisten Menschen keine Rolle…doch bin ich es, die ein Kind austrägt, die dieses Kind gebären wird. Niemand kann dafür Verantwortung übernehmen, niemand anderes wird dieses Kind in die Welt bringen. Und niemand anderes weiss, wie ich mich fühle, was ich brauche, in welchem Stadium des Geburtsprozesses ich mich befinde.
Geburt ist heute lediglich zu einer Norm erklärten Beobachtungsprozess zusammengefasst, der für jedes Individuum gleichermassen gelten soll?! Das ist doch der Grund für all die Interventionen, weil Schwangerschaft und Geburt von einem eigentlich individuellen, stark von so vielen unterschiedlichen Faktoren geprägten Prozess zu einer „abhakbaren Norm“ gemacht wurde. Dabei werden Mutter und Kind vollkommen ausser Acht gelassen- und die Frauen merken dies leider oft noch nicht einmal .
Wenn du aber fragst: „Warum gehst du zum Gyn, wenn du merkst, dass du guter Hoffnung bist?“ Ist die Antwort: „Weil man das so macht….“ – hat das etwas mit deiner eigenen Vorstellung von Wohlfühlen zu tun? Was steckt denn wirklich dahinter? „Regeln“, „Normen“ und Ängste ( … )